Kontroverse um die Hausbesuchsgeb├╝hr im Pferdestall

Die Einf├╝hrung der Ziffer 40 in der neuen Geb├╝hrenordnung f├╝r Tier├Ąrzte (GOT) hat in der Community der Pferdebesitzer f├╝r kontroverse Diskussionen gesorgt. Gem├Ą├č dieser Regelung sind Tier├Ąrzte nun dazu verpflichtet, eine Hausbesuchsgeb├╝hr f├╝r Besuche im Reitstall zu erheben – und das f├╝r jedes behandelte Tier einzeln. Der Betrag bel├Ąuft sich auf etwa 60 ÔéČ pro Tier und ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Geb├╝hr wird f├Ąllig, wenn das behandelte Tier nicht als landwirtschaftliches Nutztier gilt. Gem├Ą├č der Definition der GOT dienen Nutztiere dem Erwerb des Halters. Pferde, die vorrangig aus Freizeitgr├╝nden geritten werden und m├Âglicherweise nicht als Nutztiere eingestuft werden, fallen somit nicht unter diese Regelung.

Die Pferdebesitzer sind ver├Ąrgert ├╝ber die zus├Ątzlichen Kosten, die durch diese Regelung entstehen. Vor der Einf├╝hrung der Ziffer 40 mussten Tierhalter lediglich ein Wegegeld zahlen, um die Anreisekosten des Tierarztes zu decken. Bei Behandlungen mehrerer Pferde im Stall konnten die Besitzer die Kosten aufteilen – eine Option, die nun nicht mehr besteht. Um gegen diese Regelung vorzugehen und eine Neueinstufung der Pferde als Nutztiere zu erreichen, haben einige Pferdebesitzer Rechtsgutachten in Auftrag gegeben. Dieser Prozess kann jedoch zeitaufwendig sein, da er eine ├änderung einer bestehenden Verordnung erfordert.

Dr. Tina H├Âlscher, Tier├Ąrztin bei aktion tier e.V., schl├Ągt vor, den Anstieg der Geb├╝hren zu umgehen, indem Impfungen oder Entwurmungen f├╝r alle Pferde im Stall kombiniert werden. Auf diese Weise k├Ânnte der Stallinhaber den Tierarzt beauftragen, sich um alle Pferde gleichzeitig zu k├╝mmern und die Rechnung f├╝r alle gemeinsam zu begleichen. Es wird empfohlen, dies im Voraus mit dem Tierarzt abzustimmen, um unangenehme ├ťberraschungen zu vermeiden.

Quelle: aktion tier ÔÇô menschen f├╝r tiere e.V.

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